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Lorenz Knauer

Was mich bewegt

"We are all meant to shine, as children do."
(Nelson Mandela)

Warum ich Dokumentarfilme mache? Ganz einfach, weil mich das wirkliche Leben und wirkliche Menschen viel mehr interessieren als  fiktive Geschichten. Die kleinen oft mehr als die großen… Ganz gleich, ob es um eine Landschaft, um Religion, um Kunst oder Klimawandel geht: es sind immer die Menschen, durch deren Augen ich versuche, Dinge zu zeigen, wie sie sind. Die Herausforderung stellt sich bei jedem Film aufs Neue: Die Wirklichkeit so zu erzählen, dass sie einerseits den Menschen vor der Kamera gerecht wird und andererseits die Zuschauer im Innersten berührt. Immer wieder staune ich darüber, wie viel Mut und Vertrauen Menschen aufbringen, um sich für die Kamera zu öffnen – und wie viel positive Energie sie auch dann noch ausstrahlen können,  wenn ihre Geschichten von Schicksalsschlägen, von Gewalt oder Missbrauch gezeichnet sind. Als Kind habe ich den Bau der Berliner Mauer am Brandenburger Tor miterlebt, ganz früh begriffen, dass Menschen bereit  sein können, sogar ihr Leben zu riskieren, damit sie in Freiheit ihren eigenen Weg gehen können. Das hat mich geprägt bis heute, in meinem Misstrauen gegen jede Form von Ideologie, in meiner Ablehnung von Diktatur und doktrinärem Denken. Und gerade deshalb faszinieren mich besonders die Querdenker, Außenseiter und Autodidakten, die ihre Lebenswege gegen unterschiedliche, manchmal schier unüberwindbare Hindernisse verfolgt haben.

Der Regisseur mit seinem Film "Jane`s Journey" zu Gast im Kinopolis Main-Taunus