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Nachbericht - Das Wunder von Mals

Das Wunder von Mals – wie ein Dorf in Südtirol der Agrarindustrie die Stirn bietet

 

Im Rahmen der regelmäßigen Filmmatinée des Projektes Kinolichtart fand am Sonntag, den 20.01.19, wieder eine besondere Kinovorführung mit anschließendem Filmgespräch im Kinopolis Main-Taunus-Zentrum statt.

 

Das bekannte Essay „Empört Euch“ des ehemaligen französischen Widerstandskämpfers und UN-Diplomaten Stéphane Hessel zum Vorbild nehmend, zeigt der mutmachende Film „Das Wunder von Mals“ ein Dorf in Südtirol, welches sich statthaft gegen die Apfelmonokulturen und damit einhergehenden Pestizide wehrt.

 

Dem Regisseur Alexander Schiebel ist es gelungen, ein humorvolles Portrait eines Dorfes zu zeichnen, welches sich mit kreativen Methoden gegen den Einzug der Apfelmonokulturen in seiner Umgebung wehrt. Die unbeugsamen Vinschger kämpfen bis heute standhaft gegen eine Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie.

 

Das Ziel des Dorfs: Mals soll die erste pestizidfreie Gemeinde Europas werden. 75% der Bevölkerung entschieden sich im Rahmen einer Volksbefragung für das Pestizidverbot auf dem Gemeindegebiet. Doch die Südtiroler Apfellobby denkt keinen Augenblick daran, dieses Votum der Bevölkerung zu akzeptieren und kämpft mit allen Machtmitteln.

 

Ein ungleicher David gegen Goliath Kampf beginnt, in dem die Menschen in Mals über sich hinauswachsen. Denn ihr „Nein“ zu Pestiziden und Monokulturen ist gleichzeitig ein „Ja“ zu Vielfalt, Schönheit und Eigenart, ein „Ja“ zur eigenen Identität.

 

Das Wunder von Mals“ ist ein Film, der Zuversicht und gute Laune schenkt. So empfanden es sicher auch die Zuschauer, die im anschließenden Filmgespräch mit Albrecht Denneler, Gartenbaumeister sowie einer der geschäftsführenden Gesellschafter des Dottenfelderhofs in der Nähe von Bad Vilbel, Fragen zum ökologisch dynamischen Anbau stellen konnten.

 

Der Experte des Demeter Hofes gab Einblick in seine Arbeit und das Thema Pestizidalternativen im Ökolandbau.

 

Am Ende waren sich alle einig, dass der Verbraucher zum großen Teil darüber entscheidet, welches Obst und Gemüse angeboten wird, und dass unsere Lebensmittel endlich wieder ihren Namen verdienen sollten. Ein toller Vorreiter und gutes Beispiel ist hier sicher der Dottenfelderhof.

 


 

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