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Im Spiegel Deines Angesichts - Moving into the Infinite

Eine junge Frau wird vom Leben aus der kindlichen Unschuld herausgeworfen. Sie macht sich auf, begegnet ihrem Schmerz und nähert sich ihrem «zu Hause». Sie folgt ihrer Sehnsucht und entdeckt ihre Berufung: Für Gott zu tanzen. Verbindend tanzt sie in verschiedenen Ländern, Traditionen und Religionen, um dort mit den Menschen und dem Zuschauer des Filmes das «kleinste Haus Gottes, das Menschenherz» zu teilen. Sie lädt ein, mit den Augen des Herzens zu schauen und damit mit dem, was vom Kommen und Gehen allen Seins unberührbar bleibt, in Beziehung zu treten.

 

Der Film berührt durch die Intensität und die Schlüssigkeit der Szenen, aber auch durch die gleichzeitig subtile und überaus ausdrucksstarke Kameraführung durch Eckart Reichl. Man könnte Ton und Handlung des Filmes ausblenden und nur in die Ästhetik und in die Fülle der Bilder tauchen – es wäre immer noch ein erfüllendes Erlebnis. Der Film ist eine Liebeserklärung an das wahrhaft Lebendige, das allen Kulturen, Religionen und Menschen-herzen gleichermassen innewohnt. 

                                                                                         Fredy Kradolfer, Journalist

 

Filmvorführung mit anschließendem Publikumsgespräch und Tanzdarbietung der Regisseurin und Hauptdarstellerin Paramjyoti Carola Stieber. Sie wird musikalisch begleitet von Rahel Wittiber ( Geige )

 

 

 

 

Devadasi, in geschichtlicher Bedeutung

Devadasi ist ein Wort aus der alten Sprache Sanskrit und bedeutet „Dienerin Gottes".

Devadasi beschrieb ursprünglich eine religiöse Praxis des Hinduismus, in welcher Mädchen mit einer Gottheit „verheiratet" wurden. Neben der Tempelpflege gehörte die Praxis traditioneller Musik und Tanz zu ihren Aufgabenbereichen. Angeblich wurden sie in 64 Künsten unterrichtet und man sagt, sie erhielten eine gute Allgemeinbildung. In der Gesellschaft genossen Devadasis einen hohen sozialen Status.

In der Tradition von Devadasi formten sich Tänze wie: Bharatnatyam in Tamil Nadu, Kuchipudi in Andhra Pradesh, Odissi in Orissa and Mohiniyattam in Kerala. Sie wuchsen und entwickelten sich zu klassischen Tänzen, die heute eine wichtige Rolle im klassischen indischen Tanz spielen.

Anfänglich war die Devadasi Institution eng mit der Shiva Verehrung verbunden, doch mit der Zeit, übernahmen auch andere religiöse Bewegungen diese Tradition.
Mit dem Zerfall des großen Hindu-Königreiches, degenerierte die Praxis und Devadasis wurden als unmoralisch empfunden. Wurden sie zuvor "Nitya Sumangali" (=hindi, ewige Jungfrau, die nicht an einen weltlichen Mann gebunden war) gerufen, so wurden sie jetzt Prostituierte geschumpfen, da sie Sexualität außerhalb des Konzeptes der Heirat lebten. Mit der moslemischen Invasion verloren die Frauen generell an Unabhängigkeit und Macht. Erneuerer propagierten das Modell der auf alte Tradition beruhenden Tempeltänzerinnen als reine, heilige und keusche Frauen. Ein nonnenhaftes Image wurde vermittelt, und es wurde betont, dass Devadasi-Tanz eine Form des "Natya Yoga" sei, eine Praxis die den spirituellen Wachstum begünstigt. Wieder andere behaupten, dass Devadasi weder eine Prostituierte noch eine Nonne war: „Sie war eine professionelle Künstlerin, die ihre weiblichen Fähigkeiten weder unterdrückte noch leugnete."

Heute 

Es gibt kaum noch Devadasis im ursprünglichen Sinn. Der Name Devadasi wird heute weitestgehend als Synonym für Prostitution mißbraucht. Ähnlich wie aus der Tempeltänzerin zu Zeiten matriarchaler Gesellschaftsstrukturen im Großraum zwischen Ägypten und Indien, aus "Hora" (=griechische Wortwurzel, die Stunde/n Tänzerin bezeichnend) die "Hure" wurde. "Mein Leben und Werk ist ein Beitrag, die in ihrer Natur heilige Praxis von diesem Mißverständnis, das eins gleich dem anderen ist, zu erleichtern." Paramjyoti

Interpretation des zeitgenössischen Ausdruckes                                                            von Devadasi - Tanz des Herzens: www.devadasi.de

Zuschauerstimmen:

 

Er wurde am Sonntag, 6.01. in Potsdam gezeigt und ich habe ihn dort gesehen
und werde ihn mir ein weiteres Mal am Sonntag, 13.01. im Kino Union
anschauen.

Für mich ist dieser Film eine zweistündige, besondere Meditation auf das
Leben, die Liebe, die Beziehung zwischen den Menschen jenseits aller
religiösen, kulturellen und politischen Unterschiede.

Der Film lenkt den Blick auf unsere geteilte Menschlichkeit, auf die
Sehnsucht nach tiefer Verbindung mit uns selbst, anderen Menschen und
dem was größer ist als wir.

Paramjyotis Film ist für mich ein ausdrucksstarkes, kraftvolles Pläydoyer
und ein Tanz für Frieden. Gleichzeitig zeigt sie, dass der Weg zum inneren
und äußeren Frieden nur über die Auseinandersetzung mit den
eigenen Schattenseiten führen kann.

Ein Film für alle, die neugierig und mutig sind, jeneseits des
Bekannten einzutauchen und der Stille zu lauschen.
Ravi Anja Peleikis, SEVA - Zentrum für Yoga und Kommunikation,
Potsdam am 08.01.2019

 

Nachbericht

Im Spiegel deines Angesichts – ein Film über die Kraft des Geistes

 

Ein im wahrsten Sinne des Wortes bewegendes Kinoevent ereignete sich am vergangenen Sonntag, den 16. Juni, im Kinopolis Main-Taunus-Zentrum.

Der Verein „KinoLichtart“ lud in seiner monatlichen Matinéevorstellung zu einem ganz besonderen Film ein. „Im Spiegel deines Angesichts“, ein Film der Regisseurin und ausgebildeten Bühnentänzerin Paramjyati Carola Stieber, entführte die Zuschauer in die Welt des Tanzes – ein Tanz, der Herzen, Länder, Kulturen und Religionen miteinander verbindet.

Der sehr künstlerisch gestaltete Film von Carola Stieber begeisterte und bewegte das Publikum im Kinosaal. Nach ihrer Tanzausbildung begann ihre innerliche und äußerliche Suche auf deren Weg sie die Inspiration zum „Tanz des Herzens“ geschenkt bekam. Seither folgt sie ihrem Auftrag „für Gott zu tanzen“ um die ganze Welt. Ihr Film zeigt ihren Tanz an geweihten und ungeweihten Orten und ihre Begegnung mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Tradition und Religion.

Über ihren Tanz entsteht eine tiefe Verbindung zum Herzen der Menschen, die ihr zusehen und die sie dadurch im Innersten zutiefst bewegt.

Dies konnten die Zuschauer auch im Anschluss der Filmveranstaltung hautnah miterleben. Begleitet durch eine kleine Band von befreundeten Musikern aus dem Iran, Deutschland und Polen gab Carola Stieber eine wunderschöne Kostprobe ihres „Tanz des Herzens“.

Anschließend gab es für die Zuschauer kein Halten mehr und sie folgten ihrer Aufforderung mitzutanzen. So wurde der Platz vor der Leinwand kurzerhand zur Tanzfläche und alle kamen durch Tanz und Musik miteinander in Kontakt und ließen sich berühren.

Ein Film, der sicher noch lange in den Herzen der Zuschauer nachwirken wird!